Olympische Winterspiele in Peking: Kein Gold für Menschenrechte

Bild: Amnesty

Vom 4. Februar bis 13. März 2022 werden bei den Olympischen Winterspielen und den anschließenden paralympischen Winterspielen in Peking Goldmedaillen für Höchstleistungen verliehen. China steht im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei steht für uns bereits fest:

Kein Gold für die Menschenrechte in China!

Die Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland nehmen seit Jahren zu. Darunter die Einschränkung der Meinungsfreiheit, willkürliche Verhaftungen, staatliche Repression, Überwachung und Unterdrückung.

China ist zum zweiten Mal in der Geschichte Gastgeber der Olympischen Spiele. Zum ersten Mal hat China sie im Jahr 2008 ausgerichtet. Damals versprachen die chinesischen Behörden, dass die Olympischen Spiele mit einer Verbesserung der Menschenrechtslage in China einhergehen würden. Dies geschah jedoch nicht. Stattdessen verschlechterte sich die Menschenrechtssituation in den vergangenen zehn Jahren immer weiter, insbesondere nachdem Xi Jinping 2013 Präsident wurde.

Mit der diesjährigen Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele will die chinesische Regierung zeigen, wie sehr China seit den Sommerspielen 2008 an Bedeutung gewonnen hat. Sie will den Status Chinas als Supermacht hervorheben und die miserable Menschenrechtslage im Land vertuschen. Dieses Vorgehen kann mit dem Begriff “Sportswashing” umschrieben werden: China nutzt das große Interesse am Sport, dessen Prestige und Glamour, um mit den Olympischen Spielen Imagepflege zu betreiben und von der schlechten Menschenrechtsbilanz abzulenken.

Die internationale Gemeinschaft muss diese Gelegenheit nutzen, um die chinesische Regierung daran zu erinnern, dass die Achtung der Menschenrechte grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass China eine verantwortungsvolle Führungsrolle in der Welt übernimmt und von anderen so wahrgenommen wird. China darf die Olympischen Spiele nicht dazu nutzen, seine Menschenrechtsbilanz auf sportlicher Ebene reinzuwaschen. Die Menschenrechte müssen in diesem Winter in Peking im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Amnesty International
Gruppe Wasserburg am Inn