Freiheitskämpfer:innen und Freigeister am Ammersee

Mitglieder der Amnesty-Gruppe Ammersee stellen sieben Persönlichkeiten vor, die sich – zum Teil auch schon vor der Gründung von Amnesty International – aktiv für Freiheit und eine Gesellschaft, in der die Freiheit des Einzelnen möglich ist, einsetzten.

All diese Personen lebten unterschiedlich lang am Ammersee: Sir Roger Casement, Bert Brecht, die Roten Frauen von Riederau, Albrecht Haushofer, Thomas Theodor Heine, Abba Naor und Carmen Rohrbach.

1961 begann der Londoner Rechtsanwalt Peter Benenson sich für politische Gefangene einzusetzen. Er hatte in einer Zeitung gelesen, dass zwei portugiesische Studenten, die in Lissabon in einem Café auf die Freiheit angestoßen hatten, zu 7 Jahren Haft verurteilt worden waren. Er war darüber so empört, dass er sich vornahm, etwas dagegen zu unternehmen: Er schrieb einen langen Artikel, der am 28. Mai 1961 unter dem Titel „The Forgotten Prisoners“ in der britischen Zeitung „The Observer“ erschien. Darin machte Benenson auf das Schicksal von Gefangenen aufmerksam, die wegen ihrer politischen Einstellung inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden. Der Anwalt rief die Leserinnen und Leser dazu auf, sich in Briefen an die Regierungen für diese Menschen einzusetzen. Dies war die Geburtsstunde von Amnesty International.

Aus der Aktion von Peter Benenson ist eine globale Organisation entstanden. Inzwischen engagieren sich über 10 Millionen Menschen in mehr als 150 Ländern mit Amnesty International für die Menschenrechte.

Musikalisch gestaltet wird der Abend von der Akkordeonistin Annette Rießner.

Kontakt: www.ai-ammersee.de